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Hauptstadt der Republik Tschetschenien der Russischen Föderation (II)

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Nach der Oktoberrevolution und dem Bürgerkrieg wurde Grosny Hauptstadt des Autonomen Gebietes Tschetschenien. Stalin bildete 1936 die Tschetscheno-Inguschetische Autonome Sowjetrepublik. (Zur gleichen Zeit, wie Südossetien und Abchasien als Autonomes Gebiet bzw. Als Autonome Republik endgültig der Sowjetrepublik Georgien eingegliedert wurden.)

In den zwanziger und dreissiger Jahren waren Grosny, vor allem aber die Berge Schauplätze von Aufständen gegen die Zwangskollektivierung und die Sowjetmacht, gegen die alle zehn Jahre große Strafexpeditionen der Roten Armee und des NKWD vorgingen.

1941 gab es eine starke pro-deutsche Stimmung in Grosny. Der Vorstoß der deutschen Wehrmacht in Richtung der Ölfelder von Grosny (besonders geeignet für Flugbenzin) und Baku wurde von der Sowjetarmee aber noch vor der nordossetischen Stadt Beslan aufgehalten.

Am 23.Februar 1944 wurden auf Befehl Stalins und seines Geheimdienstchefes Lawrenti Beria  etwa 500.000 Tschetschenen und Inguschen nach Kasachstan und Kirgisien deportiert. Viele Deportierte starben unterwegs oder am Verbannungsort an Hunger und Kälte.

Die Autonome Sowjetrepublik der Tschetschenen und Inguschen wurde als Verwaltungsbezirk dem Gebiet Stawropol eingegliedert. Die Stadt Grosny wurde zu einem zweitrangigen Verwaltungszentrum im Gebiet Stawropol degradiert. Nach der Deportation wurde versucht, die menschenleere Region neu zu besiedeln. (Dramatisch beschrieben ist dies von Anatoli Pristawkin in dem Roman „Schlief ein goldenes Wölkchen“, der erst unter Gorbatschow gedruckt werden konnte.)

Erst 1957, vier Jahre nach Stalins Tod, nach der durch Chruschtschow eingleiteten Entstalinisierung wurde die Tschetschenisch-Inguschetische Autonome Republik im Rahmen der RSFSR (Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik) in der UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken) wiederhergestellt.

In den 60iger Jahren folgte eine massive Rückwanderung der deportierten Tschetschenen und Inguschen.


Fortsetzung: Im September 1991 versuchten die Tschetschenen ...